Saubere, einheitliche Bewerbungsunterlagen hinterlassen einen professionellen Eindruck. Die DIN 5008 liefert dafür die passende Norm.
Was ist die DIN 5008?
Die DIN 5008 ist eine deutsche Norm für die Schreib- und Gestaltungsregeln in der Textverarbeitung. Ursprünglich für Geschäftsbriefe entwickelt, gilt sie heute als allgemeiner Standard – auch für Bewerbungsunterlagen.
Wer sich an die DIN 5008 hält, signalisiert Sorgfalt und Professionalität. Mit dem Lebenslauf-Editor von ShiftCV entstehen Ihre Unterlagen automatisch in einem normgerechten Layout.
Seitenränder, Schrift und Zeilenabstand
Üblich sind ein linker Rand von etwa 2,5 cm und ein rechter Rand von rund 2 cm. Oben und unten sorgen ausreichende Abstände für ein ruhiges Schriftbild.
Empfehlenswert ist eine gut lesbare Standardschriftart in 11 oder 12 Punkt mit einem Zeilenabstand von 1,0 bis 1,5.
- Linker Rand: ca. 2,5 cm, rechter Rand: ca. 2 cm
- Schriftgröße: 11 bis 12 Punkt
- Gut lesbare Schriftart wie Arial, Calibri oder Times New Roman
- Zeilenabstand zwischen 1,0 und 1,5
Das Datum richtig schreiben
Die Norm kennt zwei Schreibweisen: die numerische Form Jahr-Monat-Tag, also 2026-06-11, sowie die alphanumerische Form 11. Juni 2026. Für Bewerbungen ist die ausgeschriebene Variante meist eleganter.
Im Anschreiben steht das Datum rechtsbündig über dem Betreff, häufig mit Ort, etwa Berlin, 11. Juni 2026.
Der Aufbau des Anschreibens nach DIN 5008
Oben stehen Ihre Absenderdaten, darunter die Anschrift des Unternehmens. Es folgen Datumszeile, Betreff, Anrede und Brieftext.
Den passenden Aufbau übernimmt der Anschreiben-Generator für Sie automatisch, inklusive korrekter Anordnung von Adressfeld, Datum und Betreff.
- Absenderdaten (Name, Anschrift, Kontakt)
- Empfängeranschrift des Unternehmens
- Ort und Datum (rechtsbündig)
- Betreffzeile ohne das Wort Betreff
- Anrede und Brieftext
- Grußformel und Unterschrift
DIN 5008 im Lebenslauf umsetzen
Auch der Lebenslauf profitiert von einheitlichen Rändern, klarer Schrift und sauberer Struktur. Gliedern Sie ihn in eindeutige Abschnitte wie persönliche Daten, Berufserfahrung, Ausbildung und Kenntnisse.
Innerhalb der Abschnitte hat sich die umgekehrt chronologische Reihenfolge bewährt. Tabulatoren und einheitliche Abstände richten Daten und Tätigkeiten sauber aus.
Häufige Fehler vermeiden
Die meisten Verstöße entstehen aus Unachtsamkeit: uneinheitliche Schriftarten, wechselnde Abstände oder ein uneinheitliches Datumsformat.
Nehmen Sie sich vor dem Absenden Zeit für den Feinschliff und prüfen Sie, ob Schrift, Ränder und Datum in beiden Dokumenten zusammenpassen.
Normgerechte Unterlagen ohne Aufwand
Erstellen Sie Lebenslauf und Anschreiben in einem sauberen, DIN-gerechten Layout.
Lebenslauf jetzt erstellen → Vorlagen mit korrekten Rändern und Abständen inklusive.DIN 5008 in Word Schritt für Schritt einrichten
Die meisten Bewerbungen entstehen in Word oder einem vergleichbaren Textprogramm. Die wichtigsten Vorgaben der Norm lassen sich dort einmal voreinstellen, sodass Sie sie nicht bei jedem neuen Dokument neu bedenken müssen.
- Seitenränder festlegen: Über Layout → Seitenränder → Benutzerdefinierte Seitenränder tragen Sie links etwa 2,5 cm und rechts rund 2 cm ein, oben und unten jeweils rund 2 bis 2,5 cm.
- Tabstopps statt Leerzeichen: Für den tabellarischen Lebenslauf setzen Sie einen linken Tabstopp bei etwa 5 cm. So beginnen alle Tätigkeiten auf gleicher Höhe, während links die Zeiträume stehen. Wer stattdessen mit der Leertaste ausrichtet, riskiert verrutschte Zeilen.
- Datum rechtsbündig: Die Datumszeile im Anschreiben richten Sie über einen rechten Tabstopp am Seitenrand aus, statt sie per Leertaste zu verschieben.
- Schrift einheitlich definieren: Legen Sie eine Standardschrift fest und behalten Sie sie durchgehend bei – auch beim Kopieren von Text aus anderen Dateien.
- Als PDF speichern: Exportieren Sie das fertige Dokument als PDF, damit Ränder und Abstände auf jedem Gerät identisch aussehen.
Stellen Sie beide Dokumente einmal sauber ein, passen Anschreiben und Lebenslauf am Ende ohne Nacharbeit zusammen.
DIN 5008 und Bewerbungssoftware: Norm trifft ATS
Viele Unternehmen lassen eingehende Bewerbungen 2026 zunächst von einem Bewerbermanagement-System (ATS) einlesen; erst danach landen sie auf dem Bildschirm einer Person. Die klare Struktur der DIN 5008 hilft dabei grundsätzlich – vorausgesetzt, Sie verzichten auf technische Spielereien. Mehrspaltige Tabellen, Textfelder oder Kontaktdaten, die ausschließlich in der Kopf- oder Fußzeile stehen, kann die Software häufig nicht zuverlässig auslesen.
Als Faustregel gilt: Was ein Mensch als aufgeräumt empfindet, versteht meist auch die Software; dekorative Komplexität dagegen schadet. Ein Editor wie ShiftCV legt ein solches, gut auslesbares Layout automatisch an.
- Gut lesbar für Software: Fließtext, echte Tabstopps, Standardschriften, Kontaktdaten im Textkörper und ein durchsuchbares PDF.
- Riskant: verschachtelte Tabellen, wichtige Angaben nur in Grafiken, Daten allein in der Kopfzeile oder eingescannte Seiten als Bild.
Besonderheiten für internationale Bewerber
Wer aus dem Ausland nach Deutschland kommt, stolpert bei der DIN 5008 oft über Details, die deutschen Bewerbern selbstverständlich erscheinen. Genau hier können Sie mit wenig Aufwand einen guten Eindruck hinterlassen.
- Datum ohne Schrägstriche: Formate wie 06/11/2026 sind in Deutschland missverständlich, weil Tag und Monat vertauscht wirken können. Schreiben Sie stattdessen 11. Juni 2026 oder 2026-06-11.
- Adressblock in richtiger Reihenfolge: Zuerst der Name, dann Straße und Hausnummer – die Nummer steht hinter dem Straßennamen –, darunter Postleitzahl und Ort.
- Telefonnummer mit Ländervorwahl: Geben Sie Ihre Nummer international an, zum Beispiel mit +49, damit sie aus jedem System heraus erreichbar bleibt.
- Keine Panik bei kleinen Abweichungen: Recruiter erwarten von internationalen Bewerbern kein perfekt vermessenes Layout. Wichtiger ist, dass Ihre Angaben vollständig, verständlich und einheitlich sind.
Zur Einordnung: Die DIN 5008 ist eine Empfehlung, kein Gesetz. Der Inhalt Ihrer Bewerbung zählt mehr als jeder Millimeter Rand. Eine saubere, ortsübliche Form zeigt aber, dass Sie sich auf den deutschen Arbeitsmarkt eingestellt haben – und dieser Eindruck kann im Auswahlprozess den Ausschlag geben.
Häufige Fragen (FAQ)
Was regelt die DIN 5008 genau?
Die DIN 5008 ist eine deutsche Norm für Schreib- und Gestaltungsregeln. Sie legt fest, wie Ränder, Datumsangaben, Betreffzeilen und der Aufbau von Briefen gestaltet werden – Standard für Geschäftsbriefe und Bewerbungen.
Wie schreibe ich das Datum nach DIN 5008?
Erlaubt sind die numerische Form (2026-06-11) und die ausgeschriebene Form (11. Juni 2026). In Bewerbungen wirkt die ausgeschriebene Variante meist eleganter und wird oft mit dem Ort kombiniert.
Muss ich mich bei einer Bewerbung an die DIN 5008 halten?
Eine Pflicht besteht nicht, aber es ist sehr empfehlenswert. Normgerechte Unterlagen wirken professionell, und Personalverantwortliche finden sich schneller zurecht.
Welche Schriftgröße ist nach DIN 5008 üblich?
Empfohlen wird eine gut lesbare Schriftart in 11 oder 12 Punkt mit Zeilenabstand 1,0 bis 1,5. Wichtig ist, dass Schriftart und Abstände einheitlich verwendet werden.
Gilt die DIN 5008 auch für den Lebenslauf oder nur für Anschreiben?
Streng genommen regelt die DIN 5008 Schreib- und Gestaltungsregeln, die ursprünglich für Geschäftsbriefe gedacht waren. Auf den Lebenslauf lassen sich die Grundsätze – einheitliche Ränder, klare Schrift, saubere Ausrichtung mit Tabstopps – aber problemlos übertragen. So wirken Anschreiben und Lebenslauf am Ende wie aus einem Guss.
Welche Version der DIN 5008 gilt aktuell?
Die Norm wird regelmäßig überarbeitet; die aktuell gültige Fassung stammt aus dem Jahr 2020. Für Bewerbungen sind die entscheidenden Grundregeln zu Rändern, Datumsschreibweise und Aufbau über die Jahre stabil geblieben. Sie müssen also keine jährlichen Änderungen verfolgen – wichtig ist vor allem, dass Ihr Dokument in sich einheitlich ist.
Gilt die DIN 5008 auch für Bewerbungen per E-Mail?
Für den PDF-Anhang gelten dieselben Regeln wie für eine klassische Bewerbung: normgerechte Ränder, einheitliche Schrift und korrektes Datum. Der E-Mail-Text selbst ist freier, sollte aber ebenso knapp und sauber bleiben – mit höflicher Anrede, wenigen Sätzen zum Anliegen und einer klaren Grußformel. Kopieren Sie nicht zusätzlich das vollständige Anschreiben in den Mailtext.